Heute bin ich auf einen Artikel gestoßen, wo ein junger Mann seine Probleme mit dem Internetdienst GMX schildert. Laut dem Dienstleister steht noch eine Summe von 34,94€ aus und soll innerhalb der nächsten Tagen überwiesen werden. Crave, wie er mit Spitznamen heißt, behauptet dagegen, keinen kostenpflichtigen Dienst in Anspruch genommen zu haben. In seinem Artikel schildert er den bisherigen Verlauf und stößt auf immer weitere Fragen, ohne eine passende Antwort zu finden. Anscheinend gibt es bereits mehrere Opfer dieser “Betrugsreihe” von GMX.
Ob das Unternehmen wirklich Internetabzocke betreibt, kann ich in diesem Zusammenhang nicht bestätigen, da ich persönlich noch keine Problem mit meinem kostenlosen E-Mail Konto hatte und GMX auch nichts falschen unterstellen möchte.

Am Besten den Artikel, der sich zwischen den beiden Abtrennungen befindet, selbst lesen und urteilen:

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Für mich ist es jetzt ganz klar: GMX betreibt Internetabzocke. Und das nicht erst seit gestern! Alleine die schiere Anzahl der Suchergebnisse bei Google ist erschlagend.

Nun hat es auch mich erwischt und hiermit halte ich für die Öffentlichkeit fest, wie es mir so widerfährt in der Sache zwischen mir und GMX.

 

Die Sachlage!

Gestern Abend hab ich noch gut gelaunt den Briefkasten aufgemacht und ein nettes Briefchen von GMX erhalten:

LETZTE MAHNUNG

Sehr geehrte Damen und Herren,

unsere Zahlungserinnerungen blieben bisher leider erfolgslos. Heute geben wir Ihnen hiermit letztmalig die Möglichkeit, den ausstehenden Gesamtbetrag zu überwiesen: 34,94€

 

Für die Überweisung des Rechnungsbetrages nutzen Sie bitte unsere Bankverbindung.

<Kontodaten>

 

Sollten Sie den ausstehenden Gesamtbetrag bereits beglichen haben, betrachen Sie dieses Schreiben als gegenstandslos. Andernfalls erwarten wir Ihre Zahlung bis zum 27.11.2012. Erfolgt bis dahin kein Ausgleich der offenen Forderung, werden wir ohne weitere Benachrichtigung den Vorgang für das Inkassoverfahren an unseren Rechtsanwalt übergeben. Damit sind Mehrkosten (Gebühren, Verzugszinsen, etc.) für Sie verbunden. […]

Ich habe also demnach bereits die Pistole auf der Brust und bin dazu gezwungen innerhalb von 5 Tagen (!) zu reagieren und zu überweisen. Andernfalls Prozess am Hals.

Gestern Abend also wütend geworden und kurz eskaliert. Dann beruhigt. Dann nochmal wütend geworden und erneut eskaliert. Dann wieder beruhigt und dem ganzen den Kampf angesagt. Jedoch muss ich mich erstmal selber um das Problem kümmern, welches ich nun habe.

Jedenfalls ist die Sachlage im Moment wie folgt:

Ich habe seit etwa 5 Jahren ein kostenloses Mailkonto bei GMX, welches ich früher auch quasi für alles benutzt habe. Jedoch bin ich mittlerweile bei GMail von Google angekommen, da es nicht nur praktikabler im Bezug auf Android Smartphones ist, sondern auch allgemein einen besseren Dienst leistet, als der werbeverseuchte und schlecht programmierte von GMX.

Nun ist das Konto aber mehr oder weniger inaktiv, aber noch existent um mir als Spamsammler von Nutzen zu sein. Aus diesem Grund komme ich alle paar Monate mal vorbei und “leere den Müll” dort. Dabei bin ich auf eine Rechnung und zwei Mahnungen von eben GMX gestoßen, welche ich aber ignoriert habe mit der Begründung, dass das wohl wieder so eine Werbeaktion ist, wie sie dort öfter vorkommt. Denn bestellt oder gekauft habe ich nichts. Auch nicht auf irgendwelchen Schaltflächen rumgeklickt. Und da ich mich ohnehin wie üblich als “FreeMail Nutzer” einlogge sehe ich auch kein Problem.

Dem war aber leider nicht so und der Spaß ist nun blutiger Ernst!

 

Was also tun?

Wie schon gesagt ergab eine kurze Suche bei Google eine erschreckende Anzahl an derselben Sauerei, die anderen “Kunden” widerfahren ist, die ebenfalls ein kostenloses Mailkonto bei GMX hatten. Und das mindestens schon seit dem Jahr 2009.

Einige zahlten die geforderte Summe, andere nicht. Richtet man sich per Telefon oder E-Mail an den Kundendienst stößt man entweder auf taube Ohren oder wird konsequent ignoriert. Man will schließlich das Beste vom Kunden und das ist nun mal sein Geld.

Da frage ich mich also, was kann man da jetzt machen?

Was ich jetzt genau machen soll weiß ich leider nicht. Da die Kunden-Hotline kostenpflichtig ist habe ich bereits ein Schreiben per E-Mail verfasst, aber bishernatürlich noch keine Antwort erhalten. Darum wende ich mich jetzt erstmal an den Verbraucherschutz von NRW und nutze dort einen Musterbrief gegen Internetabzocke. Mal sehen was das so bringt.

Bei meiner Suche nach Antworten bin ich auf einen interessanten Beitrag in einem Forum gestoßen. Wenn dem wirklich so ist, bestätigt das meine Vermutungen, die ich ohnehin schon habe und die können mir sowie so nichts, auch wenn es so aussieht.

In der letzten Phase werde ich mich dann versuchen irgendwie hart zu rächen, indem ich vielleicht das Unternehmen GMX, welches übrigens eine Tochterfirma von 1&1 Mail & Media GmbH ist, mal bei der Verbraucherzentrale anschwärzen werde. Ich hoffe denen wird dann zumindest mal auf die Finger geklopft.

 

Was kannst du tun?

Leider wird wohl eine Stimme aber nicht ausreichen, die sich beschwert. Darum hoffe ich, dass der hochgeschätzte Leser dieser Zeilen seinen Teil dazu beitragen möchte, indem er diesen Artikel so feste auf sozialen Netzwerken teilt, wie er nun kann. Egal ob Twitter, Facebook, Google+ oder dem Bingoabend von Omi am Sonntag!

Ich werde diesen Beitrag natürlich dementsprechend auf dem aktuellen Stand halten, damit du, lieber Leser, diese Angelegenheit auch weiter verfolgen kannst.

Nach der Abmahnwelle durch eine gewisse Agentur darf man sich als Nutzer des Netzes nicht mehr von irgendwelchen geldgeilen Firmen rumschubsen lassen!

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Um bei dem Artikel immer auf dem Laufenden zu bleiben, schaut regelmäßig auf der Seite von blogkollektiv.net nach.
Hattet ihr bereits solche Probleme mit GMX oder einem anderen Anbieter?