Jabra Elite Active 65t

Gefühlt hat Apple mit seinen AirPods mal wieder einen Trend losgetreten: Kleine kabellose Kopfhörer. Aktuell ist der Markt bereits mit vergleichbaren Modellen gut versorgt und bedient sämtliche Preisklassen. Eine dieser Alternativen sind die Jabra Elite Active 65t. Der Name kommt euch bekannt vor? Vor einiger Zeit habe ich mir bereits die Jabra Vega Over-Ear-Kopfhörer in einem Testbericht etwas genauer angeschaut. Nun habe ich die letzten Monate mit den kompakteren Elite Aktive 65t verbracht und schildere in diesem Testbericht meine Erfahrungen. 

Hinweis vorab: Die Kopfhörer wurden mir freundlicherweise von Jabra für diesen Test und darüber hinaus zur Verfügung gestellt!

 

Jabra Elite Active 65t – Lieferumfang & technische Daten

Jabra Elite Active 65t

Wie bereits von meinen Technik Testberichten gewohnt, beginne ich auch hier mit dem Lieferumfang und den technischen Daten der Kopfhörer.

Zusammen mit den In-Ear-Kopfhörern werden folgende Gegenstände geliefert:

  • eine Ladeschale / Ladehülle
  • ein Ladekabel
  • verschiedene Größenadapter
  • eine Bedienungsanleitung

Die Verpackung ist einfach gehalten und setzt klar den Fokus auf das soeben erworbene Produkt.

Die technischen Daten lesen sich wie folgt:

  • Akkulaufzeit von gut 5 Stunden (inkl. Ladestation)
  • Ladedauer von ca. 2 Stunden
  • Vier-Mikrofon-Technologie
  • Siri-, Alexa- und Google Assistant-fähig
  • Bluetooth 5.0
  • IP 56 zertifiziert (Schweiß und Staub)

 

Jabra Elite Active 65t – Erster Eindruck & Jabra Sound+ (App)

Jabra+ App

Mir wurden für den Test die Sportvariante in Kupfer blau zugesendet, die sich vom optischen her nicht vor der Konkurrenz verstecken müssen. Der Eindruck ist von Anfang an hochwertig, was bei einem Preis von ca. 150 Euro (Vergleich idealo.de) auch nicht anders zu erwarten sein sollte. Die Oberfläche der Ladestation ist blau gummiert, was anfangs gut aussieht, im Laufe der Zeit aber etwas speckig wird. Ist aber nicht weiter schlimm, da hier ein einfaches feuchtes Mikrofasertuch Abhilfe schafft (zumindest zu Beginn der Nutzung). Das Laden via Micro-USB mag manche dort draußen stören, mir war es relativ gleichgültig, dass kein USB-C verbaut ist.

Die Einrichtung geht flott und einfach von der Hand. Damit währen wir auch schon bei einem netten Zusatzfeature: Der Jabra Sound+ App. Der Nutzer bekommt also nicht nur die Kopfhörer für den Preis, sondern auch eine nette App, mit der Feintuning in Sachen Sound betrieben werden kann.

In der App sind zunächst die offensichtlichsten Funktionen enthalten. So gibt es eine Einführung in die Nutzung der Elite Active 65t, Updates und auch eine “Finden”-Funktion, falls die Stöpsel mal verloren gehen.

Etwas interessanter hingegen sind die Soundprofile, die je nach Situation hinterlegt werden können. Wie wäre es mit etwas mehr Umgebungsgeräuschen beim Pendeln, damit die angesagt Haltestelle nicht verpasst wird? Zusätzlich noch verstärkte Bässe, um auch richtig in Fahrt zu kommen. Oder aber ruhigere Tonarten, wenn es in den Fokus-Modus geht. Weiter stehen noch das Sportprofil sowie ein Standardprofil zur Verfügung. Die Einstellungen, die in den jeweiligen Modi getroffen werden können, sind immer die gleichen.

  • Umgebungsgeräusche
  • Soundscape
  • Musik-Equalizer
  • Musikvoreinstellungen (bspw. verstärkter Bass oder verstärkte Hochtöner)
  • Betriebsstatus

Diese werden nach eigenen Belieben ausgewählt und angeordnet. Ist bestimmt nicht für jeden ein absolutes Muss, doch für Musikliebhaber ein nettes Feature.

 

Jabra Elite Active 65t im Langzeit-Praxistest

Jabra Elite Active 65t

Viele technischen Geräte hinterlassen in den ersten Wochen einen positiven Eindruck und offenbaren erst danach ihre Schwächen. Aus diesem Grund wollte ich mir die Bluetooth Kopfhörer aus dem Hause Jabra auch über einen längeren Zeitraum genauer ansehen und erst dann meine Erfahrungen mit euch teilen.

Wofür habe ich die guten Dinger eigentlich genutzt? Der Fokus des Herstellers liegt klar im Sportbereich, weshalb die Elite Active 65t auch ab sofort meine treuen Begleitern beim Joggen sein sollten. Doch nicht nur dort kommen sie immer noch bei mir zum Einsatz. Auch bei Spaziergängen, Hausarbeiten oder auf dem Weg zum Bäcker versorgen sie mich mit meiner Lieblingsmusik oder aktuellen Podcasts. Kleiner Tipp: Podcasts eignen sich prima dazu, auch beim Sport noch etwas nebenher zu lernen. Kommt natürlich auf die Podcasts an. Bei mir sorgen sie jedenfalls dazu, dass ich mich gar nicht mehr auf das Laufen konzentrieren muss und sich die Strecke viel angenehmer laufen lässt.

Doch genug der Worte zum Thema Podcasts. Bevor ich mich dem Sound widme, möchte ich auf den Tragekomfort eingehen. Zu Beginn ist bei solch kleinen Kopfhörer ein gewisser Zweifel vorhanden, ob sie auch während dem Sport gut und sicher sitzen. Dies ist hier der Fall. Lediglich bei einer Laufeinheit hatte ich das Gefühl, dass sich ein Kopfhörer gegen Ende leicht gelockert hatte. Dies ist wahrscheinlich auch davon abhängig, wie stark man beim Sport schwitzt und wie stark die Bewegung ist. Herausgefallen sind die guten Stücke keinesfalls und waren auch niemals kurz davor. Dafür gibt es auf jeden Fall Pluspunkte! Das Noise-Cancelling arbeitet von Beginn an zuverlässig und schottet bereits beim Einführen in das Ohr ganze Arbeit. Das Verhalten der Geräuschunterdrücken kann in der App noch nach Belieben eingestellt werden. Mir sagte jedoch die Standardeinstellung am meisten zu.

Die Bedienung erfolgt direkt über die Kopfhörer selbst. Lauter, leiser, pausieren, fortsetzen, etc. ist alles kein Problem. Nettes Feature (vor allem im Alltag): Sobald ein Stöpsel aus dem Ohr entfernt wird, pausiert die Musik automatisch. Dies ist besonders dann praktisch, wenn der Träger ungewollt unterwegs angequatscht wird. Einfach einen Stöpsel herausnehmen, reden, wieder rein ins Ohr und die Musik spielt weiter.

Jabra Elite Active 65t

 

Die Verbindung war bei mir stets stabil und musste lediglich durch iOS Updates ein paar Abzüge hinnehmen. Kam jedoch sehr selten vor und war auch nicht die Schuld der Kopfhörer. Die Akkulaufzeit hingegen ist sehr zufriedenstellend und kann aus meiner Sicht nur schwer mit einer bestimmten Zahl festgesetzt werden. Warum? Das Ladecase dient nicht nur zum Laden, sondern allgemein als Transportmittel für die Elite Acitve. Dadurch werden sie auch ständig vollgeladen. Vorausgesetzt wird natürlich eine ebenfalls geladene Ladestation. Bei moderater Benutzung muss die Ladestation bei mir alle 1-2 Wochen voll aufgeladen werden. Also absolut im grünen Bereich.

Abschließend noch der wichtigste Punkt bei Kopfhörern: Der Klang. Einige Nutzer äußern sich negativ über ein leichtes Grundrauschen, was ich jedoch nicht ganz nachvollziehen kann. Meines Wissens liegt dies an der integrierten Geräuschunterdrückung. Dieses Grundrauschen kommt nämlich auch bei den Jabra Vega vor, die ich ebenfalls seit vielen Monaten besitze. Sollte dies nicht der Grund für das Rauschen sein, so darf ich dahingehend gerne korrigiert werden. Ansonsten war ich mit der Klangqualität sehr zufrieden, zumal das Feintuning nach Belieben selbst vorgenommen werden kann.

 

Jabra Elite Active 65t – Fazit

Von der Optik, Haptik und Klangqualität her können die Jabra Elite Active 65t selbst nach mehreren Monaten immer noch überzeugen. Kleinere Abzüge gibt es für die speckige Oberfläche, die vor allem bei den Stöpseln selbst schnell ans Tageslicht kommen. Über Verbindungsabbrüche oder ähnliches musste ich mich glücklicherweise nie beschweren.

Da ich die Kopfhörer beim Sport und in meiner Freizeit immer noch gerne nutze, spreche ich eine Kaufempfehlung für sie aus. Allerdings kann es für Gelegenheitsnutzer durchaus Alternativen für einen schmaleren Taler geben.

Auf Amazon* schwankt der Preis momentan ein wenig. Der aktuell angegebene Preis von 193 Euro ist definitiv zu hoch. Ca. 150 Euro sollten jedoch durchaus in Ordnung sein.

Jabra Elite Active 65t