Mit dem Galaxy TabPRO 10.1 schickt Samsung ein mehr als solides Tablet ins Rennen, was sich vornehmlich an Business-Nutzer richtet. Wie das Tablet bei mir abschneiden konnte, erfahrt ihr jetzt. 

Samsung Galaxy TabPRO 10.1 LTE

Optik & Haptik

Das Aussehen des TabPRO ist nichts wirklich neues und erinnert an ein großes Galaxy Note 3. Vorne befinden sich neben den bekannten Tasten ein Helligkeitssensor und eine zwei Megapixel Kamera. Da es sich bei meinem Testexemplar um eine LTE-Variante handelte, befindet sich rechts an der Seite neben dem microSD-Slot noch der Schacht für die Micro-Sim-Karte. An der oberen Kante befinden sich noch der Power-Knopf, Lautstärkewippe und ein Infrarotsensor, der in Verbindung mit den nötigen Apps und den passenden Endgeräten genutzt werden kann. Die Rückseite besteht aus Kunststoff und hat die “Lederoptik”, die ich in der weißen Variante nicht abhaben kann. Das Galaxy TabPRO selbst liegt trotz seiner Größe und dem verbauten Material gut in der Hand und bei einem normalen Griff sind die Stereo-Lautsprecher schön frei. Zwar hätte es sicher auch etwas griffigeres Material gegeben, doch selbst bei einer etwas stärkeren Schräglage der Hand fällt das Tablet nicht unkontrolliert zu Boden.

 

Technische Daten & Performance

Bevor ich zu meinen Eindrücken der Performance komme, folgen die technischen Daten des Galaxy TabPRO 10.1 (LTE-Version):

  • Display: 10,1 Zoll WQXGA TFT LCD (2560 x 1600 Pixel)
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 800; 2,3 GHz Quad Core
  • Arbeitsspeicher: 2 GB RAM
  • Speicher: 16 GB
  • Kamera: 8 Megapixel hinten, 2 Megapixel vorne
  • Schnittstellen | Verbindungen: GPS, HSDPA, Bluetooth, WLAN, LTE, etc
  • Akku: 8.220 mAh
  • OS: Android 4.4
  • Gewicht: 477 Gramm
  • Maße: 243,1 x 171,4 x 7,3 mm

Samsung Galaxy TabPRO 10.1 LTE

In der WiFi-Only Variante kommt ein etwas schwächere Prozessor zum Einsatz, weshalb da die Performance ein wenig von meinen Erfahrungen abweichen kann. Ich konnte mit dem Tablet alle aufgaben souverän und zuverlässig lösen. Surfen, spielen und Videos gucken funktionierte ohne irgendwelche Ruckler. Lediglich die auf der Startseite eingerichteten News ruckelten das ein oder andere Mal, was aber wahrscheinlich nicht an den technischen Daten, sondern an der Oberfläche von Samsung liegt. Mit meinen Bedürfnissen konnte ich also die Leistung des Galaxy TabPROs nicht wirklich ausreizen. Selbst das Nutzen von zwei Fenstern gleichzeitig (Multiwindow) ging leicht von der Hand und hat mir sehr gut gefallen. Wirklich überrascht war ich von dem Stereo-Lautsprechern, die sich jeweils links und rechts an den Kanten des Tablets befinden. Beim erstmaligen Nutzen war ich ein wenig überrascht, woher denn jetzt genau der Ton herkam, war ich vielmehr an Smartphones gewöhnt, die (in den meisten Fällen) nur über einen Lautsprecher auf der Rückseite verfügen. Die Pixeldichte von 299 PPI sorgen für ein gestochen scharfes Bild und auch die Sättigung ist für mein Empfinden nicht so übertrieben wie es beispielsweise beim Note 3 der Fall war. Dank der Helligkeit konnte ich zu jeder Tageszeit problemlos das Tablet nutzen. Ebenfalls positiv, aber bei den meisten Geräten fast schon Standard, ist der gute Blickwinkel, sodass das Angezeigte Material selbst bei extremer Schräglage noch ablesbar ist.

 

Akku

Bei einem solchen Arbeitsgerät ist der Akku ein sehr wichtiger Bestandteil. Mit 8.220 mAh ist das Galaxy TabPRO 10.1 gut ausgestattet und konnte locker 4 Tage auskommen, ohne an das Stromnetz angeschlossen zu werden. Dies variiert selbstverständlich je nach Aufgabengebiet. Spiele ich oft grafisch aufwendige Games, so macht auch der Akku schneller die Grätsche. Da das Gerät aber offensichtlich für den Business-Alltag konzipiert wurde, sind normale Arbeitsalltag kein Problem. Je nach Intensivität würde ich dem Akku sogar eine Laufzeit von einer Arbeitswoche geben.

 

Fazit

Das Samsung Galaxy TabPRO 10.1 richtet sich zunächst an Business-Leute, die ein solides Arbeitstablet mit ordentlich Dampf unter der Haube benötigen. Ebenfalls positiv aufgefallen ist der Sound und die lange Akkudauer. Auf die Kamera bin ich nicht näher eingegangen, da diese zwar für ein Tablet sauber funktioniert, doch für mich bei einem solchen Gerät nicht im Vordergrund stehen sollte. Was mir dagegen nicht gefällt ist die Rückseite und das von Haus aus mit Anwendungen zugemüllte Gerät. Bei einem Preis von 525 Euro (Amazon) kann ich TabPRO aktiven Nutzern empfehlen. Für Leute, die nur ab und zu gemütlich surfen möchten, können sich da auch auf ein etwas schwächeres Tablet berufen.

 

 

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